Biographisches

1967 Sommerferien im Schwarzwald. Dagmar Braunschweig darf bei musikliebenden Nachbarn, die Freunde wurden, auf dem Flügel üben. 

Foto: Ulrich Teufel


Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. ist gebürtige Duisburgerin.

 

In Duisburg wuchs sie auch auf, besuchte dort das neusprachliche Frau Rat-Goethe-Gymnasium und machte an diesem Mädchengymnasium im Sommer 1970 das Abitur.

 

Mit vier Jahren begann Dagmar Braunschweig Klavier zu spielen und bestand im Alter von 5 Jahren die Aufnahmeprüfung auf das Duisburger Konservatorium.

Sie konnte Noten lesen und schreiben, ehe sie in die Schule kam.

Vorspielen war ihr von klein an vertraut, als Solistin ganz allein auf dem Podium oder mit dem Schulorchester oder als Klavierspielerin für Kammermusik. 

 

Nichts war für sie selbstverständlicher als Klavierspielen. Auch in den Ferien, wo sie sich erst einmal nach einer Übemöglichkeit umsah, ehe sie mit ihren Badesachen loszog.

 

In ihrem Erstberuf ist Dagmar Braunschweig-Pauli Musikerin: an der Folkwang - Hochschule in Essen studierte sie unmittelbar nach dem Abitur ab dem Wintersemester 1970 Klavier, Orgel und Cello, legte dort 1974 die staatliche Musiklehrerprüfung ab.

Anschließend besuchte sie die Meisterklasse für Klavier.


Schreiben und Recherchieren gehört neben Klavierspielen zu den lebensbegleitenden Tätigkeiten von Dagmar Braunschweig-Pauli. 

 

Während ihres ersten Studiums schrieb sie als freie Kritikerin Musikkritiken über Konzert-, Theater- und Opernaufführungen in Duisburg und Oberhausen für die WAZ und NRZ,  zwei Tageszeitungen im Ruhrgebiet.

Später folgten Rezensionen und Kurzgeschichten für verschiedene Feuilletons, u.a. der Bamberger Tageszeitung "Fränkischer Tag", der Trierer Tageszeitung "Trierischer Volksfreund" und des Trierer Bistumsblattes "Paulinus".  

 

Ihre Themen- Schwerpunkte liegen im Bereich Medizin, Musik, Literatur, Kinder- und Jugendbuch und Zeitgeschichte. Die Kenntnis und Aufarbeitung der Medizinverbrechen der NS-Zeit ist ihr auch aus persönlichen Gründen ein Anliegen. Ein naher Verwandter der Autorin wurde 1938 als politischer Gefangener in einem KZ inhaftiert, wo er 1944 als verschollen galt.

 

Für ihre eigenen Kinder schrieb sie über 50 Spiel- Tanz- und Märchenlieder, von denen 16 unter dem Titel: "Paulis Schnurpsellieder" 1992 im Sellier-Verlag, München, veröffentlicht wurden.

 

Für ihre eigenen Kinder schrieb sie außerdem zahlreiche Mut-Mach-Geschichten, die sie auch selber mit Federzeichnungen illustrierte, und deren erste über den viel geliebten Familienhund "Tütenohr" 2014 den Sprung aus der Schublade schaffte.

 

Im Zweitberuf ist Dagmar Braunschweig-Pauli Wissenschaftlerin: ab 1975 studierte sie an der Bonner Friedrich-Wilhelms-Universität Musikwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte.

Sie spezialisierte sich auf mittelalterliche Musikhandschriften und erlangte 1983 mit einer wissenschaftlichen Arbeit über die Musikhandschrift Codex St. Emmeram aus dem 15. Jahrhundert den Universitätsabschluß eines Magister Artium (M.A.).

Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen folgten, u.a. für "Kurtrierisches Jahrbuch" und für die Neuauflage des musikwissenschaftlichen Lexikons "Musik in Geschichte und Gegenwart" (=MGG).

 

Nach der Babypause widmete sich Dagmar Braunschweig-Pauli wieder ihrer Doktorarbeit, einer Edition der 276 mensural notierten Musikstücke des Codex. St. Emmeram, die sie vollständig aus der mittelalterlichen Mensuralnotation in die heutige Notenschrift übertragen hat.

Ihre musikwissenschaftlichen Forschungen wurden jedoch 1995 abrupt durch die durch die Jodierung der Lebens- und Futtermittel ausgelöste Autoimmunerkrankung Morbus Basedow abgebrochen. 

Die schweren Krankheitssymptome der jodinduzierten Basedow-Erkrankung, vor allem Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände, zwangen Dagmar Braunschweig-Pauli, sich seitdem praktisch ausschließlich mit der Ursache ihrer Erkrankung - der aufgezwungenen Jodaufnahme - zu beschäftigen, wenn sie wieder ein einigermaßen lebenswertes Leben mit Lebensmitteln, die sie nicht krank machten, führen wollte.

Und das wollte sie unbedingt! 

 

Was macht ein Wissenschaftler, der mit Gewalt daran gehindert wird, seine eigentliche Wissenschaft weiter zu betreiben?

Natürlich!

Er befaßt sich selbstverständlich auch als Wissenschaftler  mit der Ursache, die ihn gegen seinen Willen an der Fortsetzung seiner wissenschaftlichen Arbeit hindert (s. Victor Klemperer, "Tagebücher" (1933 - 1945) und "LTI. Notizbuch eines Philologen").

Genau das tat Dagmar Braunschweig-Pauli auch.


Im wissenschaftlichen Arbeiten geübt, stellte Dagmar Braunschweig-Pauli zuerst systematisch eine Bibliothek mit medizinischer und pharmakologischer Fachliteratur zusammen und arbeitete sich professionell in das neue, ihr aufgezwungene Wissensgebiet "Medizin" und "Jod" und "Jodschäden" ein.

Ihr Mann, Dr. Heinrich Pauli,  unterstützte sie nach Kräften bei ihrer wissenschaftlichen Neuorientierung.

Oft, wenn er sie über den medizinischen Sachbüchern und Fachartikeln sitzen sah, sagte er nachdenklich: "Wenn die Jodbefürworter geahnt hätten, daß ausgerechnet eine Wissenschaftlerin wie du betroffen sein würde und daß du dich tatsächlich auch mit all deiner Energie UND auf hohem wissenschaftlichem Niveau in ihr Fachgebiet einarbeiten würdest, hätten sie die Jodierung wahrscheinlich bleiben gelassen..."

"Sie hätten eben meine Magisterarbeit lesen sollen", war dann jedesmal ihr lakonische Antwort.

Aber Dr. Heinrich Paulis Recherchen waren genauso gut.

Er hat auf seiner Suche nach dem - nicht deklarierten  - Jod in tierischen Produkten die Deklaration von 100 mg Jod/ kg Futtermittel bereits 1995 auf einem Futtersack im Stall eines Biobauern entdeckt. Und Dagmar Braunschweig-Pauli hat sofort über seine Recherche-Ergebnisse die ersten Artikel geschrieben und sie an fast alle namhaften deutschen Medien und Redaktionen geschickt.  

Das inzwischen auch im Ausland verbreitete Wissen über die Jodierung des Viehfutters in Deutschland, oft auch im Biobereich,  - und auch in der Schweiz und Österreich - geht also ausschließlich auf Dr. Heinrich Paulis Recherche im Biostall und auf die Ausarbeitung und Formulierung seiner Recherchen in Form von Artikeln und in Sachbüchern durch seine Ehefrau Dagmar Braunschweig-Pauli zurück. 

 

Seit 1996 schreibt Dagmar Braunschweig-Pauli auch im Ausland viel beachtete und zitierte Aufsätze, Artikel und Sachbücher über die Jodproblematik.

Das sind folgende Standardwerke: „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“, die erste Jodbiographie (1999/2000/2007/2012) überhaupt; „Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod“, das erste und einzige Lexikon der Jodkrankheiten (2003/2006/2008/10), erschienen im Herbig-Verlag München,  und der Einkaufsratgeber "Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze" (2009/2012) Verlag Braunschweig-Pauli Trier, das sich zum einzigartigen Leitfaden für nicht jodierte Lebensmittel infolge ständiger Aktualisierungen aus der ersten von Dagmar Braunschweig-Pauli und ihrem Ehemann Dr. Heinrich Pauli verfaßten Liste von Lebensmitteln ohne künstliche Jodzusätze entwickelt hat.

 

Die Jodierung der Lebens- und Futtermittel in Deutschland, die über die Viehfutterjodierung praktisch zu einer unausweichlichen Zwangsmedikation nahezu sämtlicher Lebensmittel - auch oft im Biobereich - geführt hat, stellte, ohne daß Dagmar Braunschweig-Pauli es am Anfang ahnen konnte, die Weichen ganz neu: aus der Musikerin und Musikwissenschaftlerin und Autorin heiterer Kurzgeschichten wurde - zwangsläufig - eine Medizinjournalistin, die auch unter Jodbefürwortern als "die beste Kennerin der Jodproblematik überhaupt" gilt.

 

Dagmar Braunschweig-Pauli schreibt aber auch über andere medizinische Themen viel beachtete Gesundheitsratgeber, wie "38 Heilsteine für ein gesundes Leben" und "Die Heilkraft des Knoblauchs", beide im Herbig-Verlag, München, erschienen (www.herbig.net). 


Zusammen mit ihrem Mann, dem Altphilologen und Wissenschaftler der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Dr. Herinrich Pauli (+2000), gründete sie 1995 die "Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken", die die erste SHG der Jodgeschädigten in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz, überhaupt war.

 

Mit den beiden 1996 für Betroffene verfaßten Basisinformationen „Grundformation“ und „Leitfaden einer von künstlichen Jodzusätzen freien Ernährung“ legten Dagmar Braunschweig-Pauli und Dr. Heinrich Pauli auch den Grundstein für die meisten, sich einige Jahre später gründenden Schilddrüsenselbsthilfegruppen im In- und Ausland.


Dagmar Braunschweig-Paulis Informationen über die gegenwärtige Zwangsjodierung unserer Lebensmittel werden seit 2001 auf ihrer Website www.jod-kritik.de veröffentlicht und in Form von Sachartikeln und Ratgebern ständig aktualisiert, wie der „Basisartikel JOD“ mit Schwerpunkt auf den juristischen Aspekten der Lebensmitteljodierung, „Grundinformation", „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze" und „Die Jodartikelsammlung".

 

Seit 1996 hält sie öffentliche Vorträge über alle von ihr erarbeiteten Themen.


2006 gründete sie den Verlag Braunschweig-Pauli (www.verlagbraunschweigpauli.de), um ihr erstes, 1999 bereits im Manuskriptdruck erschienenes Jod-Sachbuch "Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum", das einige Jahre vergriffen war, wieder neu zu veröffentlichen und Betroffenen zugänglich zu machen.

Seitdem folgen nahezu im Jahresabstand Veröffentlichungen über die Jodproblematik im eigenen Verlag.

Es ist geplant, den Verlag Braunschweig-Pauli, neben seinem ursprünglichen Schwerpunkt auf Sachbücher zur Jodproblematik, um die Sparten Biographie und Zeitgeschichte zu erweitern. 

2014 eröffnete ihr Kinderbuch "Tütenohr", eine heitere Geschichte über einen Airdaleterrier, die Sparte der Kinder-und Jugendbücher.


Für Jodgeschädigte und Journalisten, aber auch für noch nicht betroffene Gesundheitsbewußte aus dem In- und Ausland  ist Dagmar Braunschweig-Pauli seit nunmehr 20 Jahren DIE Ansprechpartnerin in Sachen "Jod".

 

Ihre Jod-Kritik findet zunehmend breitere Aufmerksamkeit und Anerkennung, aus ihren Veröffentlichungen und Vorträgen wird zitiert (aber leider auch abgeschrieben, oft ohne Angaben zu ihr als Urheberin), und ihre SHG ist seit ihrer Gründung Vorbild vieler anderer SHGruppen von Jodgeschädigten im In- und Ausland.

Ihr zeitintensiver Einsatz für Jodgeschädigte ist von Anfang an ein Fulltime-Job und ehrenamtlich.

 

Erholung und Entspannung findet Dagmar Braunschweig in der "unbehandelten" Natur und mit Tieren.

Hunde und Pferde müssen immer dabei sein. 

 

Ihrem Airdale-Terrier Ronja hat Dagmar Braunschweig-Pauli ihr 1992 geschriebenes und jetzt in ihrem Verlag veröffentlichtes zweites Kinderbuch, die heitere Terriergeschichte "Tütenohr", gewidmet.


Nachdem sie schließlich durch konsequentes Ausweichen auf nicht künstlich jodierte Lebensmittel - meist aus dem Ausland - auch wieder völlig gesund und fit geworden ist, hat sie sich ihren Herzenswunsch erfüllt und das Reiten, ihren Lieblingssport aus Jugendtagen, wieder aufgenommen.

 

"Eigentlich sitze ich immer, entweder am Klavier, am Schreibtisch oder im Sattel", lacht sie,

 "und ich hätte nie gedacht, daß ich einmal im Stall misten würde, und das sogar sehr gerne!"





Paulis Schnurpsellieder, Sellier-Verlag München, 1992. Die Melodien und Texte stammen von Dagmar Braunschweig-Pauli, die Bilder hat Sigrid Gregor gezeichnet.

Tütenohr ist die heitere Geschichte von einem Terrier, der eigentlich als Wachhund gedacht war, dann aber zu einem geliebten Familienmitglied wurde, das allen sofort ans Herz wuchs.

Tütenohr ist eine Geschichte zum Mutmachen. Sie soll Kindern zeigen, daß man Lösungen finden kann, ohne sich  einschüchtern oder verängstigen zu lassen.

Text, Illustrationen und das bisher unveröffentlichte Kinderlied "In meinem kleinen Garten" sind von der Autorin (www.verlagbraunschweigpauli.de)

 

Dagmar Braunschweig-Pauli im Juni 2012 auf einer Kräuterwanderung auf dem Markusberg in Trier.

Geführt wurde die Kräuterwanderung von der Trierer Heilpraktikerin Sigrid Ertl (www.sigridertl.de). 

Dagmar Braunschweig - Pauli mit Sir William 2005 in der Reitstunde.

Auf ihrem "Kreativ-Schreibtisch" herrschen Füller, Tinte und Papier...

Foto: Michael Schwandt

Rauhhaardackel Joker vom Lortzengrund liebt auch Klaviermusik, vor allem die von Mozart, dann singt er sogar mit!

Foto: Michael Schwandt

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