Nahtoderfahrungen

 

Manchmal hält man besondere Erinnerungen, die man sich sonst nicht anders erklären kann, für Träume. Dabei sind es gar keine Träume, sondern Erfahrungen, die oft in den Bereich der sogenannten "Nahtoderfahrungen" gehören.

 

Eines der m.E. vielleicht wichtigsten Erkennungsmerkmale dafür, daß es sich in einem solchen Fall NICHT um einen Traum, sondern um ein Ereignis handelt, daß im weitesten Sinne zu den Nahtoderfahren gehört,  ist meiner Erfahrung nach die Tatsache, daß der angebliche Traum - anders als sonst Träume - in der Erinnerung nie verblaßt, egal wieviel Zeit seit diesem Ereignis vergangen ist.

 

Ich werde seit meiner frühen Kindheit von einem dieser vermeintlichen   "Träume" begleitet, der tatsächlich als einziger meiner Träume nie verblasst und an den ich mich auch gerne erinnere. Er gehört einfach zu mir, und das tut mir gut.

 

Über vierzig Jahre blieb ich in dem Glauben, dieser "Traum" sei ein echter Traum, allerdings eben ein besonderer, weil er ja in all den Jahren praktisch wie neu blieb.

 

Erst in einem Gespräch mit einem Theologen über Träume, in dem ich auch von diesem besonderen „Traum“ berichtete, wurde mir erklärt, daß es sich dabei offensichtlich um ein sogenanntes „Tunnelerlebnis“ gehandelt habe, das eine mögliche Form einer Nahtoderfahrung sein kann.

 

Nun wußte ich also, daß mein unvergeßlicher "Traum" wohl eine Nahtoderfahrung gewesen war.

 

Aber erst eine Rezension und dann sofort natürlich die Lektüre von Bernhard Jacobys Sachbuch „Auch du lebst ewig“  und gleichzeitig schier unfassbare Erlebnisse während der Zeit des klinischen Todes in meinem näheren Umfeld veranlassten mich, mich nun ebenfalls intensiv mit dem Thema Nahtoderfahrungen zu beschäftigen.  

 

Dabei rückte für mich das medizinische Problem in den Vordergrund, daß Organspender nach gegenwärtiger Diagnosestellung grundsätzlich von einer Nahtoderfahrung und einer möglichen Rückkehr ins Leben – nach Erfahrungsberichten sogar mit guten Heilungschancen – ausgeschlossen sind.

 

Meine erste Veröffentlichung zu diesem Thema war 2002  die hier wiedergegebene Buchrezension "Wie der Frühling in der Toscana", über Bernhard Jacobys Sachbücher "Auch du lebst ewig" und „Das Leben danach“, in die ich auch  persönliche Erfahrungen mit einbringe.