Pädagogik

1997: Rezension von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. über das Mädchenbuch "Weil du ein Mädchen bist", Hg. Uschi Flacke, Quell-Verlag.

Zwar richtet sich dieses Buch mit seinem Titel unmittelbar an Mädchen, aber die Rezensentin findet, daß alles, was Mädchen wichtig ist, unbedingt auch Jungen kennenlernen sollten. Denn wenn man sich verstehen soll muß man wissen, was dem anderen wichtig ist. Das ist eine Basis der Toleranz.

1997: Rezension " Kinder können kooperieren" von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. über Klaus W. Vopels pädagogisches Sachbuch "Kinder können kooperieren: Interaktionsspiele für die Grundschule, -iskopress1996.

In: "Seminar", 2/1997. Lehrerbildung und Schule, Herausgegeben vom Bundesarbeitskreis d. Seminar- und Fachleiter/innen e.V. (BAK)


Hinter dem alliteratorischen Titel von Klaus W. Vopels 4-bändigem Werk mit über 300 Interaktionsspielen für die Grundschule verbirgt sich ein bedeutendes pädagogisches Konzept, das zum erzieherischen Hoffnungsträger des 21. Jahhunderts werden könnte. Im Interesse unserer Kinder und ihrer Zukunft ist es unbedingt zu wünschen, daß Vopels Interaktionsspiele zum grundlegenden Standard in der pädagogischen Ausbildung unserer Lehrer und zur täglichen Praxis unserer Schule werden. Er pädiert dafür, daß Lehrer ihren Schülern mit persönlicher Wärme, mit Einfühlungsvermögen, Respekt und Taktgefühl ihre Erfahrungen vermitteln, Probleme zu lösen. Interaktions-Skills sind: Konfliktlösung, Zuhören ("Sürechen und Hören sind heilsam"), klare Kommunikation,Anerkennung und - last not least - gutes Benehmen.

Dieses psychosoziale Lernen braucht Ruhe und Zeit, aber der Einsatz lohnt sich. Den Kinder wird geholfen, ihre Werte zu klären und Prioritäten zu setzen, toleranter, flexibler und aufmerksamer zu werden. Sie lernen den Wert des Humors kennen, entfalten ihre Persönlichkeit und entwickeln Charakterstärke.

"Wenn wir den Kindern helfen, Schwierigkeiten zu bewältigen, dann ist das gleichwohl immer ein kleines Wunder ... und es ist ein kleines Kunstwerk, an dem alle beteiligt sind, wie die Musiker in einem Orchester." "Schule", so definiert Vopel, soll Gegenpol zur technisierten und konsumorientierten Gesellschaft sein, also der Vermittlung von Wissen ebenso dienen wie der Vorbereitung auf das - sehr kompliziert gewordene - Leben.

"Die Schule muß eine Advokat der Kinder sein ..." und "die Pädagogik muß wieder Wwege zeigen, daß Kinder lernen, verantwortlich zu leben und innere Unabhängigkeit zu entwickeln."

Ja! So, und nicht anders, muß Schule sein.