Veröffentlichungen

Musikwissenschaft




Dagmar Braunschweig-Pauli, Bonn: Neue Ergebnisse zum Codex. St. Emmeram, In:                   Kirchenmusikalisches Jahrbuch, 1981, 65. Jahrgang, S.1 - 5.

 

Dagmar Braunschweig-Pauli, Bonn: Studien zum sogenannten Codex. St. Emmeram. Entstehung, Datierung und Besitzer der Handschrift München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 14274 (olim Mus.ms.3232a), In: Kirchenmusikalisches Jahrbuch, 1982, 66. Jahrgang, S. 1-48.

 

 

Rezensionen über die genannten Veröffentlichungen von Dagmar Braunschweig-Pauli 

 

1. Musica Sacra, 105. Jg. Heft 5 (Sept/Okt. 1985), Bücher, Rezensent: Dr. Franz H. Stein.

Kirchenmusikalisches Jahrbuch - 66. Jahrgang 1982 - 114 Seiten - Sekretariat des ACV Regensurg

Zitat: "Fast die Hälfte des Jahrbuches nimmt die sehr gründliche, wahrscheinlich bisher gründlichste Beschreibung und wissenschaftliche Aufbereitung - nicht dem Inhalt nach - des an sich berühmten Codex St. Emmeram in der Bayerischen Staatsbibliothek, Clm 14274 von Dagmar Braunschweig-Pauli ein, ...".

 

 2. Musik in Bayern, Heft 30/ 1985, S. 83f., Rezensent: Raimund W. Sterl.

Dagmar Braunschweig-Pauli, Bonn: Studien zum sogenannten Codex. St. Emmeram. Entstehung, Datierung und Besitzer der Handschrift München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 14274 (olim Mus.ms.3232a), In: Kirchenmusikalisches Jahrbuch, 1982, 66. Jahrgang, S. 1-48.

Der nach der Säkulariation aus dem Kloster St. Emmeram nach München verbrachte, heute in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrte sogenannte Codex St. Emmeram, eine Sammelhandschrift mit 276 mensural notierten Stücken, neben den Trienter Codices und einer im vorigen Jahrhundert zu verlust gegangenen Straßburger Handschrift das älteste Denkmal der neuen Polyphonie für das 15. Jahrhundert überhaupt, wurde erstmals von Karl Dèzes in der Zeitschrift für Musikwissenschaft 10 (1927/1928) ausführlich beschrieben. Zwischenzeitlich wurde die Handschrift in musikwissenschaftlichen Publikationen immer wieder tangiert, ehe nunmehr die oben genannte Studie als Magisterarbeit an der Universität Bonn entstand. Die Verfasserin hat bereits im Kirchenmusikalischen Jahrbuch  65. Jg. (1981), S. 1-5, als eine Art Vorausbericht "Neue Erkenntnisse zum Codex St. Emmeram" mitgeteilt. Ihr jüngster Beitrag wird für die Musikgeschichte Regensburgs beziehungsweise des ganzen süddeutschen Raumes von großer Wichtigkeit. Blieben doch bislang manche Fragen in Zusammenhang mit der Handschrift, vor allem was Entstehung und zeitliche Einordnung, aber auch Besitzer, Schreiber usw. anlangt, nur recht unzulänglich beantwortet.

Was Dagmar Braunschweig-Pauli in sehr zeitraubenden, mit Akribie geführten Quellenstudien in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek herausgearbeitet hat, ist wie folgt zusammengefaßt: Der Codex stellt eine Schenkung des Emmeramer Schulrektors Magister Hermann Poetzlinger dar, der am 20 März 1469 verstarb. Der Index des Codex ist original und darf in einigen Teilen als eines der frühesten thematischen Inhaltsverzeichnisse gelten.Aus verschiedenen Anzeichen, auf die hier aus Platzgründen nicht näher eingegangen werden kann, schließt die Verfasserin, daß der Index dem Besitzer und Benutzer der Handschrift zur Orientierung gedient haben und auf ihn selbst zurückgehen muß. Mit aller Vorsicht stellt sie demnach fest, daß zwischen der Schrift des Indexschreibers und der Hermann Poetzlingers Ähnlichkeiten bestehen, die nicht nur solche des Schrifttypes darstellen. Der Indexschreiber läßt sich mit einem anderen Schreiber identifizieren, der über vierzig Mal in der Handschrift St. Emmeram begegnet. Aufgrund seiner musikalischen Sachkenntnis und des selbständigen Umgangs mit der Handschrift steht er wohl über dem Rang eines Kopisten. Und da er als einziger Schreiber in allen Lagen des Codex vorkommt, läßt dies für die Verfasserin nur den zwingenden Schluß zu, daß es sich bei ihm auch um den Besitzer der Handschrift gehandelt haben muß.

Die Zuschreibung des Codex an den Rektor der ehemaligen Emmeramer Klosterschule gestattet auch die namentliche Identifizierung von mindestens fünf in der Handschrift vorkommenden Komponisten, die bisher unbekannt geblieben sind. Und endlich erlaubt die Zuschreibung auch die Folgerung, daß näher zu bestimmende Teile der Handschrift schon in den Jahren 1436 bis 1439 Bestand gehabt haben und nur kurze Zeit später zusammengebunden worden sind. Der heute als erste Lage bezeichnete Teil des Codex und der Rest der Handschrift seien in den Jahren 1456 bis 1459 entstanden. Spätestens 1459 wurde dieser Bestand mit den restlichen Teilen der Handschrift dann in die heutige des Codex gebracht. 

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Die Arbeit von Dagmar Braunschweig-Pauli aber führt zur Korrektur unserer Kenntnisse von dem St. Emmeramer Codes. An den durch ausführliche Quellen- und Literaturangaben abgesicherten neuen Forschungsergebnissen kann die Musiktheorie nicht vorübergehen. Die Musica practica hat sich - zumindest in Regensburg - längst der Schätze des Codex bedient und bringt immer wieder vokal und instrumental eingerichtete Stücke daraus zur Aufführung.

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Dagmar Braunschweig-Pauli, Trier: Die ein- und mehrstimmigen Lieder in der Handschrift 516/1595 der Stadtbibliothek Trier, In: Kurtrierisches Jahrbuch 1991, S. 45-74.

 

 Dagmar Braunschweig-Pauli, Trier: Zur Musik der Trierer Marienklage und des Trierer Osterspiels. Anmerkungen zur Ausgabe von Andreas Traub, In: Kurtrierisches Jahrbuch 1991, S. 75-82.


Rezension zu ihren Anmerkungen zur Ausgabe der Musik der Trierer Marienklage und des Trierer Osterspiels von Andreas Traub.

 

Germanistik. Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, 33. Jg. 1992, 3/4 , Trierer Marienklage, Rezensent: Ralf Plate, Trier. 

6108 Trierer Marienklage und Osterspiel. Codex 1973/63 der Stadtbibliothek Trier. Hrsg. von Ursula Hennig (Text) und Andreas Traub (Melodien).- Göppingen: Kümmerle 1990, 77 S.; zahlr. III (Litterae.91) DM 92,-

Zitat: "Der Melodien-Teil der Ausgabe ist von D. Braunschweig-Pauli (vgl. 6110) einer eingehenden Kritik unterzogen worden (Fehlbestimmung der Notationsart, unnötige Eingriffe in die Überlieferung, nicht nachvollziehbare Übertragungsmethode)."

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Lexikonartikel


Dagmar Braunschweig-Pauli: "St. Emmeram Codex", In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik, Bärenreiter Metzler, Sachteil Bd.8, Sp. 943-946.

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